aha-zweifel

Haus „Zur kleinen Zinne“ Kämbelgasse 1 Zürich
2018-2020

Das Haus wird in Steuerbüchern ab 1357 als „Ottenbacher Hus“ geführt was darauf hinweist, dass es ein Eigentum der Ottenbacher Nonnenklosters war. Damals wurde es von Bäckern genutzt. Als 1751 die Zunft zur Meisen ihr neues Barockes Zunfthaus bauen wollten verzögerten die Eigentümer mit Einsprachen den Baubeginn.
Die heutige Schaufensteranlage ist jünger und weist einen fremden Stil auf. Die übrige Gebäudehülle wurde kaum verändert. Die Zinne (Erker) wurde einmal verkleinert und ersetzt. Im Inneren wurden starke Eingriffe schlecht ausgeführt, welche viel original Bausubstanz zerstörten.
Die neue Bauherrschaft möchte diese störenden Einbauten Rückbauen und das ursprüngliche Raumkonzept wieder herstellen. Mit der Denkmalpflege wurde ein Schutzvertrag erstellt, der bestimmt welche Einbauten unter Schutz stehen.
Die Räume sollen privat genutzt und entsprechend anspruchsvoll saniert werden.
Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit Barbara Fontolliet-Brenna realisiert.

Auflagen: Kommunales Schutzobjekt mit Schutzvertrag
Baujahr: unbekannt 1357 erste Erwähnung in Steuerbüchern
Eigentum: Privat

Pfarrhaus der reformierten Kirchgemeinde Zürich-Alstetten
2018-2019

Projekt in Ausführung

Das Pfarrhaus wurde öfters den wandelnden Nutzungsansprüchen angepasst.
Einige Zeit wurde das Haus von Pfarrer Ernst Sieber bewohnt.
Heute bestehen im Erdgeschoss Büros und eine Teeküche für die Kirchgemeinde.
In den oberen 2 Etagen besteht eine vermietete Wohnung.
Die Holzkonstruktion ist noch mit bauzeitlicher Substanz erhalten geblieben.
Das Fachwerk an der Fassade wurde aber bereits damals nicht mehr mit Holzbalken erstellt.
Das gesamte Gebäude ist massiv gemauert, das Fachwerk mit Brettern in den Verputz eingebettet.
Ein Kalkputz ist unter der heutigen Dispersionsfarbe noch vorhanden.
Die Aufgabe besteht darin, die original erhaltenen Bauteile besser zu schützen. Das heisst die Biberschwanzeindeckung wird mit einem dichten Unterdach ergänzt. Aus Kostengründen wird die Dispersion nicht entfernt sondern mit Nadelwalzen so perforiert, dass der Kalkputz wieder atmungsfähig wird und Feuchte nach aussen abgeben kann. Mit einer diffusionsoffenen Mineralfarbe werden die Oberflächen wieder geschützt.
Mit minimaler Investition soll die Gebäudehülle wieder langfristig Instandgestellt und optimiert werden.

Auflagen: Kommunales Schutzobjekt
Baujahr: 1897 Architekt unbekannt
Eigentum: Kirchgemeinde Zürich Altstetten

ETH Zürich Gebäude CAB Universitätsstrasse 6 foodLAB
2018

Projekt in Ausführung, Abschluss Ende August

Das denkmalgeschützten ETH CAB Gebäude wurde 1892 von Prof. Blunschli und Lasius erbaut. Zusammen mit Barbara Fontolliet werden für ETH Immobilien immer wieder Massnahmen zur Wiederherstellung eines Stilgerechten Erscheinungsbildes in den ETH Gebäuden durchgeführt.
Dazu gehört jetzt die Umgestaltung und Reorganisation des Restaurants foodLAB in ein den heutigen Ansprüchen genügendes multifunktionales Restaurant.
Die Massnahmen wurden sehr präzise geplant, damit sie im kurzen Zeitfenster der Semesterferien umgesetzt werden können. Anspruchsvoll sind diverse Überraschungen die in diesem Altbau auftauchen, weil keine detaillierten Pläne vorliegen und in den 70er Jahren qualitativ bedenkliche Veränderungen vorgenommen wurden.
Spannend ist der Kontrast zwischen den alten Handwerkslösungen aus der Bauzeit und den Hi-Tech Anforderungen der ETH Abteilung Informatik. So wollen die Studenten auch die neusten bargeldlosen Bezahlmethoden fürs Essen nutzen. Der Raum soll auch für Besprechungen, Konferenzen und Meetings genutzt werden können, was eine entsprechende Audio-Video-Ausstattung, sowie flexible Raumaufteilungen erfordert.
Andererseits möchte die ETH möglichst wenig Geld für die Massnahmen ausgeben.

Auflagen: Kantonales Schutzobjekt mit Schutzvertrag
Baujahr: 1892 Architekten Blunschli und Lasius
Eigentum: ETH Immobilien


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Lindenhaus Badenerstrasse 672 Zürich-Altstetten
2018-2020

Projekt in Planung

Das Lindenhaus war ursprünglich ein sogenanntes Verlagshaus und wurde in den 1930er Jahren erbaut. Die Zeitungsverlage liessen damals an wichtigen Plätzen der Stadt an prominenter Lage repräsentative Gebäude errichten in deren Schaufenstern im Erdgeschoss die Zeitungsseiten öffentlich ausgehängt wurden.
Da gehört zum Lindenplatz eben das Lindenhaus. Heute befinden sich im Erdgeschoss eine Apotheke, ein Tabakladen und ein weitherum bekannter türkischer Gemüsehändler. Das Gebäude ist weitgehend noch im Original Zustand erhalten.
Ziel der Sanierung ist es mit minimalem Aufwand diese Substanz zu schützen aber die Haustechnik auf den aktuellen Stand zu bringen. In den Wohnungen werden unpassende Einbauten entfernt, Küchen und Bäder mit neuen Apparaten die zum damaligen Stil passen ausgestattet.

Baujahr: ca. 1932 Architekt unbekannt
Eigentum: Immobilien Paradeplatz AG Zürich

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